Auch gegen Rote Laterne war nichts zu holen

Retour

Auch gegen Rote Laterne war nichts zu holen

Publié le 11 décembre 2016 par Werner Pelzer

Der RFCU Kelmis taumelt immer weiter in die Krise. Selbst gegen das Schlusslicht der 2. Division Amateure, UR Namur, war nichts zu holen. Die Begegnung endete 0:2. Schon seit sieben Wochen ist die Mannschaft von Trainer Philippe Dallemagne sieglos. Seit fünf Spieltagen schossen sie nicht das geringste Tor.

Der Trainer stellte sich nach dem Spiel nicht der Presse. Zunächst versammelte er sich eine Viertelstunde mit seinem engsten Mitarbeiterstab, um anschließend seinen Assistenztrainer vor die Presse zu schicken. Gilles Velaerts bemängelte genau wie sein Chef fehlenden Einsatz bei den Spielern. Doch lag es wirklich daran? Schließlich wird der eine oder andere Spieler schon Mal von Spähern beobachtet. Da ist es in ihrem eigenen Interesse, alles zu zeigen, was sie können. Nicht zuletzt hat Präsident Egide Sebastian sechs Spieler mit einem Rauswurf bedroht. Diese Botschaft müssten die betreffenden Akteure eigentlich verstanden haben. Liegt es vielleicht auch am Trainer selbst oder an seinem System, das er spielen lässt? Viele Fragen bleiben zurzeit offen. Nach dem Spiel hatte es den Anschein, als würde Sebastian noch eine Woche warten mit definitiven Entscheidungen. Er nahm seine Mannschaft sogar indirekt in Schutz, in dem er der gegnerischen Mannschaft eine gute Leistung attestierte, gegen die es nicht einfach war zu spielen.

In der Tat: Auch Schlusslicht Namur stand und steht weiterhin mit dem Rücken zur Wand. Aus den letzten drei Spielen holten die Gäste immerhin sieben Punkte. Da ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Jedenfalls spielte Namur nicht wie ein Tabellenletzter. Schon nach drei Minuten musste sich Torwart Crahay mächtig strecken nach einem Kopfball. Die Gäste rissen das Spiel an sich und gingen in der 20. Minute durch Chemali, der bei einer flachen Flanke richtig stand, in Führung, 0:1. Die Kelmiser Union hatte hingegen einen schweren Stand gegen die Abwehr der Gäste. In der 38. Minute konnte sich Diallo erstmals in Szene setzen, doch der Torwart war zur Stelle. In der Pause nahm Dallemagne zwei Auswechslungen vor. Mit Mamwanga nahm er einen weiteren offensiven Spieler herein. Im Minutentakt kamen die Grün-Weißen zu Chancen. Doch Diallo, Weber, Andaloussi und Napoleone wussten mit der Handvoll Möglickeiten nichts anzufangen. Ihre Schüsse waren zu schwach oder zu ungenau. In den letzten 20 Minuten spielte Kelmis mit Dreierkette und teilweise fünf Stürmern. Doch alles nützte nichts. Im Gegenteil: Das machte die Abwehr anfällig auf Konter, und so war es nicht überraschend, dass den Gästen in der 90. Minute das 0:2 gelang.

Kelmis: Crahay – Servais (46. Adib), Debra, Diallo, Tshimanga (46. Mamwanga), Weber, Stoffels, Temou, Andaloussi, Napoleone, Yumusak (69. Lanckohr)

Namur: Poniot – Bojovic, Bukasa, Sias (66. Becker), El Badri, Balraktari, Mathieu, Thomas, Bakari, Toussaint, Chemali

Schiedsrichter: Vinche

Tore: 0:1 Chemali (20.), 0:2 Becker (90)

Gelbe Karte: Adib, Weber, Bakari, Becker