Hinten Crahay, vorne Diallo

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Hinten Crahay, vorne Diallo

Publié le 25 septembre 2016 par Werner Pelzer

Der RFCU Kelmis hat seinen ersten Heimsieg in der Tasche. Gegen Charleroi-Couillet-Fleurus gewann die Dallemagne-Elf mit 3:1. Hinten hielt der überragende Torwart Maxime Crahay den Sieg mit sehenswerten Paraden fest und vorne wirbelte der wieselflinke Moussa Diallo die gegnerische Abwehr durcheinander.

Auch ein „Tor des Monats“ gab es zu sehen, als Matt Debra eine Ecke volley nahm und den Ball ins obere Dreieck donnerte. Am Ende hatten die Kelmiser etwas Glück, weil die Gäste in der zweiten Hälfte einen großen Druck entfalteten, aber entweder an der guten Abwehr oder Torwart Crahay scheiterten. Dabei waren die Grün-Weißen mit einer Portion Selbstvertrauen nach dem 3:0-Sieg eine Woche zuvor in die Partie gegangen. Die Union übernahm das Kommando, kam aber zu keinen nennenswerten Torchancen. Den Gästen hingegen reichte ein Eckball, den Baba Koudouma Tidiane im Gewühl ins Tor köpfte, 0:1 (19.). Die Dallemagne-Elf machte Druck und wurde in der 34. Minute belohnt, als Moussa Diallo aus 20 Metern Maß nahm und den Ball unter die Latte schoss, 1:1. Wenig später reklamierten die Kelmiser Spieler einen Handelfmeter, den Schiedsrichter Quentin Lesceux aber nicht gab.

Kurz danach musste Crahay sich zum ersten Mal lang machen bei einem wuchtigen Freistoß der Gäste (39.). Mit dem Halbzeitpfiff schoss Debra mit dem wohl sehenswertesten Tor des Tages mit 2:1 in Führung.
In der zweiten Halbzeit tat sich vor beiden Toren lange Zeit nichts. Die Union hatte keine Mühe, den Gegner in Schach zu halten. Doch dann erhöhten die Carolos den Druck. Kelmis igelte sich mehr und mehr hinten ein. In der 70. Minute fischte Crahay einen Kopfball aus der unteren Ecke. Wenig später war es Mohemed Salime, der den Kelmiser Torwart mit einem harten Freistoß prüfte. Die Grün-Weißen kamen kaum noch aus ihrer Hälfte heraus und hatten sich aufs Kontern verlegt. Mit einem schnellen Stürmer wie Diallo gelang den Platzherren diese Taktik sehr gut. Der Mittelstürmer kam dreimal alleine vor das gegnerische Tor, doch entweder hatte noch ein Abwehrspieler beim Abschluss den Fuß dazwischen oder der Torwart behielt das letzte Wort. In der 90. Minute war aber auch der machtlos, als Diallo wieder ein Eins-zu-Eins-Duell gewann und im Strafraum auf den besser postierten Clovis Mamwanga Wawa passte, der sich die Chance nicht entgehen ließ, 3:1.

Trainer Philippe Dallemagne war mit der Leistung seiner Elf sehr zufrieden. „Wir gehören nicht zu den Favoriten der Serie, deshalb ist jeder gewonnene Punkt einer gegen den Abstieg. Unser Gegner hat in der zweiten Halbzeit viel Druck ausgeübt, doch das ist normal. Sie hatten einen guten und schnellen Mittelstürmer und waren sehr gefährlich. Unser Torwart war natürlich grandios. Unser Gegner versuchte immer wieder, durch Fouls zu Freistößen zu kommen. Das fand ich höchst unfair. Zum Glück ist der Schiedsrichter nicht auf diese Showeinlagen hereingefallen.“

Kelmis: Crahay – Servais, Debra, Lavet, Diallo, Kudura (57. Andaloussi), Lanckohr, Scopel, Tshimanga (78. Mamwanga Wawa), Biersard, Adib (67. Weber)

Charleroi-Couillet-Fleurur: Bourdon – Kourouma Tidiane, Salime, Plos (46. Nart), Spitaels, Utshinga, Manzinga (62. Pottier), Barufi, S. Vanhorick (59. Godefroid), M. Vanhorick

Schiedsrichter: Lesceux

Gelbe Karte: Debra, Lavet, Kudura, Tsimanga, Biersard, Utshinga

Tore: 0:1 Kourouma Tidiane (19.), 1:1 Diallo (34.), 2:1 Debra (45.), 3:1 Mamwanga Wawa (90.)